Universalzielvereinbarung

Die Grossverbrauchergruppe Energie-Modell Zürich hat mit den Kantonen und dem Bund vereinbart, die Energieeffizienz von 2020 bis 2030 um 14% zu steigern und die CO2-Emissionen um 20% zu reduzieren. Jedes Mitgliedunternehmen verpflichtete sich, jährlich seinen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz zu leisten, damit das vereinbarte Gruppenziel erreicht oder sogar übertroffen wird.

 

Fortschrittsbericht 2024

Energieeffizienz

In 2024 senkten die Unternehmen von Energie-Modell Zürich ihren Gesamtenergieverbrauch um über 56 GWh auf 938 GWh. Mit einer Energieeffizienz von +11.4% wurde das Ziel von +5.8% für das Berichtsjahr übertroffen (siehe Abb. 1). Einzelne Teilnehmer am Energie-Modell Zürich kaufen Ökostrom ein, der die strengen Anforderungen des Labels «naturemade star» erfüllt, oder zertifiziertes Biogas aus Schweizer Quellen. Unter Berücksichtigung dieser Anteile an Strom und Gas lag die Energieeffizienz Ende 2024 bei 122.6%.

Die zugewandten Unternehmen des Energie-Modells Zürich wie COOP (Verkaufsstellen Schweiz) und die Genossenschaft Migros Zürich haben eigene Konzernvereinbarungen mit der EnAW und sind im Gruppenziel des Energie-Modells Zürich nicht berücksichtigt.

Verlauf CO2-Fracht 2023

Die CO2-Fracht ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 5’000 tCO2 auf 26'500 tCO2 gesunken. Damit konnte der vorjährige Anstieg um 3'000 tCO2 wieder wettgemacht werden. Die direkten CO2-Emissionen aus fossilen Regelbrennstoffen wie Erdgas und Heizöl betrugen im Jahr 2024 rund 22'900 tCO2 (Scope 1, HGT korrigiert). Somit übertrifft die Gruppe auch das vereinbarte CO2-Reduktionsziel (gemessen in CO2-Intensität: Verhältnis von realisierten CO2-Reduktionsmassnahmen zur CO2-Fracht) um ca. 8 Prozentpunkte.

 

Infografik der CO2-Fracht
Abb. 2: Verlauf der CO2-Fracht seit 2013 für die Gruppe Energie-Modell Zürich in tCO2 (Quelle EnAW, 2025).

Massnahmen

Im Berichtsjahr haben die Unternehmen 130 Massnahmen zur Steigerung ihrer Energieeffizienz und zur Reduktion ihrer CO2-Emissionen umgesetzt. 30 % der Massnahmen wurden im Bereich Beleuchtung getroffen, weitere 23% im Bereich Lüftung und Klimatisierung und 5% im Bereich Heizungen. Basierend auf ersten positiven Erfahrungen mit dem Retrofit von Lüftungsanlagen mit Direktantrieben für Ventilatoren planen weitere Unternehmen diese Massnahme.

Für die kommenden Jahren zielen die Unternehmen von Energie-Modell Zürich insbesondere ab, die verbleibenden fossil betriebenen Heizungen durch CO2-neutrale Anlagen zu ersetzen und von synthetischen auf natürliche Kältemittel umzusteigen.